Mieter und Mitarbeiter müssen die Zeche zahlen

Hoher Preis heißt hohes Risiko
„Das 981-Millionen-Angebot des Finanzinvestors Fortress für die 48.000 Wohnungen der Dresdner Wohnungsbaugesellschaft ist für die Mitarbeiter, vor allem aber für die mehr als 100.000 unmittelbar betroffenen Mieterinnen und Mieter ein Alptraum, kommentierte Dr. Franz-Georg Rips, Direktor des Deutschen Mieterbundes (DMB), in einer ersten Stellungnahme. „Hoher Kaufpreis heißt hohes Risiko und hoher Verwertungsdruck. Mieter und Mitarbeiter der Dresdner WOBA werden die Zeche zahlen müssen.“

Fortress werde in den nächsten Jahren den Kaufpreis und die hohen Renditeversprechungen wieder erwirtschaften müssen, erklärte Rips. Das bedeute: Je höher der Kaufpreis, ► desto höher die künftige Miete; ► desto mehr Wohnungen müssen verkauft werden; ► desto schneller müssen Wohnungen auch an Dritte verkauft werden; ► desto weniger kann in das Wohnumfeld investiert werden; ► desto eher werden „unverkäufliche“ oder weniger attraktive Standorte abgeschrieben. Hier wird nicht mehr investiert, nicht mehr repariert und nicht mehr modernisiert.

„Wer sozial-verantwortliche Politik betreibt, darf diesem Ausverkauf nicht zustimmen. Ich appelliere deshalb an den Stadtrat, gegen den geplanten Verkauf zu stimmen, sich nicht von dem Millionen-Angebot blenden zu lassen. Überhaupt kein Verständnis habe ich für die Ja-Sager in der Fraktion der Linkspartei. Sie lassen sich einspannen für die Kapitalinteressen des Investors und stimmen gezielt gegen die Interessen der Mieter und Mitarbeiter. Mit dem Verkauf an Fortress würde die Stadt Dresden den kompletten öffentlichen Wohnungsbestand verkaufen und damit den Einfluss auf die kommunale Wohnungspolitik und den Stadtumbau aufgeben“, warnte Rips.

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