- Zwei Drittel wollen in Deutschland bleiben -

Auswandern als Option
02.02.2006 Münster (LBS). „In welchem Land möchtest du später einmal leben?“, so lautete die Frage im LBS-Kinderbarometer an rund 2.300 Schulkinder in Nordrhein-Westfalen. Über zwei Drittel (68 Prozent) nannten Deutschland, ein Drittel der Kinder sieht seine Zukunft dagegen eher im westeuropäischen Ausland (17 Prozent) oder in den USA (6 Prozent).

„Dabei gibt es einen interessanten Alterseffekt: Je älter die befragten Kinder waren, desto höher stiegen die Vereinigten Staaten in ihrer Gunst: von 3 Prozent bei den Viertklässlern auf 11 Prozent in der 7. Klasse, wobei die Option ‚Deutschland‘ entsprechend an Attraktivität verlor. So sank der entsprechende Wert von 72 Prozent in der 4. auf 62 Prozent in der 7. Klasse“, berichtet Brigitte Niemer, Projektleiterin der LBS-Initiative Junge Familie, Auftraggeberin der Studie. Möglicherweise zeigen sich hier Auswirkungen des Englischunterrichts auf der weiterführenden Schule. Jedenfalls träumen viele Kinder in NRW von den USA.

Einwandererkinder zieht es tendenziell eher aus Deutschland weg als ihre deutschen Altersgenossen. Dabei würden 22 Prozent der Kinder mit Migrationshintergrund gerne in das Heimatland ihrer Eltern zurückkehren. Die Hälfte von ihnen kann sich jedoch eine Zukunft in Deutschland vorstellen. Der Rest bevorzugt andere Länder. Unter den deutschen Kindern waren es über 70 Prozent, die ein Leben in Deutschland planen.

Das „LBS-Kinderbarometer“ untersucht mit Hilfe eines detaillierten Fragebogens die Bedürfnisse, Ansichten und das Wohlbefinden von Kindern und Jugendlichen aus Nordrhein-Westfalen. Dabei werden Schüler und Schülerinnen im Alter zwischen neun und vierzehn Jahren befragt.

Quelle: LBS Bausparkasse

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