Baufortschritte bei Strelasundquerung

Bund baut längste deutsche Brücke nach Rügen
"Für Mecklenburg-Vorpommern und die Region Rügen ist der Bund ein zuverlässiger Partner", sagte Dr. Engelbert Lütke Daldrup, Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium heute in Stralsund. "Der Bau der zweiten Strelasundquerung als längstes Brückenbauwerk in Deutschland ist ein weiterer wichtiger Meilenstein für die Entwicklung von Wirtschaft und Tourismus in Mecklenburg-Vorpommern. Nach Fertigstellung der Ostseeautobahn A 20 Ende 2005 sowie des Rügenzubringers ist dies ein weiterer Beitrag zum Aufbau Ost."

Der Staatssekretär informierte sich vor Ort über die Baufortschritte der zweiten Rügenbrücke: "Damit rückt die Beseitigung eines verkehrlichen Engpasses näher", sagte Lütke Daldrup. Die zweite Strelasundquerung ist Teil der Bundesstraße B 96n, des so genannten Rügenzubringers und soll im kommenden Jahr fertig gestellt werden.

Der Bund investiert in den von der DEGES realisierten rund 4,7 Kilometer langen Abschnitt zwischen Bahnhof Rügendamm und der Anschlussstelle Altefähr mehr als 110 Millionen Euro. Hiervon entfallen mehr als 85 Millionen Euro auf die neue Brücke über den Strelasund. Insbesondere die sehr anspruchsvoll gestaltete Pylonbrücke wird ein zusätzlicher Magnet für Touristen. "Die Strelasundquerung mit ihrem 126 Meter hohen Pylon bildet den architektonischen Höhepunkt der Baumaßnahme, der als neues "Tor nach Rügen" zu einem weiteren Wahrzeichen der Hansestadt Stralsund werden wird", so Lütke Daldrup.

Parallel zum bestehenden Rügendamm verlaufend hat die neue Strelasundquerung eine Gesamtlänge von insgesamt 4.097 Metern. Der Brückenzug, der aus sechs einzelnen, aufeinander folgenden Brücken besteht, wird eine Gesamtlänge von 2.831 Metern haben. Das ingenieurtechnisch herausragende Bauwerk ist die Ziegelgrabenbrücke - eine rund 600 Meter lange Schrägseilbrücke, die den Ziegelgraben mit Hauptfeldern von 198 Metern und 126 Metern Länge bei einer Durchfahrtshöhe für die Schifffahrt von 42 Metern überspannen wird.

Der Fahrbahnquerschnitt hat je einen Fahrstreifen pro Fahrtrichtung und zusätzlich einen dritten Fahrstreifen, der mit Hilfe von Verkehrsbeeinflussungsanlagen je nach Verkehrsbedürfnis von der jeweils vorherrschenden Verkehrsrichtung zur beziehungsweise von der Insel Rügen genutzt werden kann.

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