LBS-Bausparen auf stabilem Kurs

Zweitbestes Neugeschäftsjahr
Mit 35,3 Milliarden Euro (plus 1,0 Prozent) haben die elf Landesbausparkassen (LBS) 2006 das zweitbeste Neugeschäftsergebnis in ihrer Unternehmensgeschichte erzielt. Die Zahl der neu abgeschlossenen Verträge hat sich mit 1,45 Millionen (minus 8,0 Prozent) seit dem Ausnahmejahr 2003 weiter normalisiert, bleibt aber nach wie vor über dem Niveau der Jahre bis 2002. „Die um fast 10 Prozent gestiegene durchschnittliche Bausparsumme sowie die um rund 4 Prozent ausgeweiteten Kapitalauszahlungen machen die Bedeutung des Bausparvertrages für die späteren eigenen vier Wände - auch als Altersvorsorge - sichtbarer denn je“, kommentierte LBS-Verbandsdirektor Hartwig Hamm die Zahlen heute in Berlin. Mit einem Marktanteil von 39 Prozent behielten die Bausparkassen der Sparkassen klar ihre führende Marktposition bei neuen Bausparverträgen.

Die LBS-Finanzierungsleistungen in Höhe von 8,4 Milliarden Euro im Jahr 2006 (plus 3,9 Prozent) waren laut Hamm durch zwei Faktoren geprägt: Zum einen stieg im Jahr Eins nach Streichung der Eigenheimzulage, in dem vor dem Stichtag begonnene Vorhaben noch realisiert wurden, sowie vor dem Hintergrund der drohenden Mehrwertsteuererhöhung die Finanzierungsnachfrage für Neubau wie für Modernisierungsmaßnahmen vorübergehend an. Zum anderen teilen die LBS jetzt verstärkt Verträge zu, die wieder deutlichere Zinsvorteile aufweisen.

„Unsere Geschäftsentwicklung zeigt genauso wie die Marktforschung, dass der Kernnutzen des Bausparvertrages, nämlich der sichere, günstige Zins für die spätere Finanzierung, verstärkt ins Bewusstsein der Bevölkerung rückt“, so Hamm. Dazu passe auch die deutlich steigende durchschnittliche Bausparsumme neuer Verträge. Sie liege 2006 bei 24.400 Euro, fast 10 Prozent mehr als ein Jahr zuvor; 2003 habe sie sogar weniger als 20.000 Euro betragen. Das sei ein deutliches Signal für künftige Finanzierungsabsichten.

Nach Hamms Worten wird damit zugleich deutlich, dass das Bausparen den wichtigen Einstieg in den „Dreiklang Bausparen - Wohneigentum - Altersvorsorge“ darstellt, der für die meisten Menschen völlig selbstverständlich ist. Während die Politik noch nach einer Lösung zur Integration des Wohneigentums in die Altersvorsorge suche, stellten gerade junge Leute nach wie vor mit dem Abschluss eines Bausparvertrages die ersten Weichen. „Die Politik tut beim Thema ‚Wohneigentum und Altersvorsorge’ gut daran, auf das von breiten Bevölkerungsschichten ‚gelernte’ Instrument der Wohnungsbauprämie auch in Zukunft zu setzen, zumal es sozial gezielt wirkt und im Vergleich zu allen Alternativen für den Staat sehr günstig ist“, so Hamm.

Die elf Landesbausparkassen führten für ihre über 9 Millionen Kunden am Jahresende 2006 insgesamt 11,4 Millionen Bausparverträge (minus 1,3 Prozent) über eine Bausparsumme von 248,6 Milliarden Euro (plus 1,4 Prozent). Die addierte Bilanzsumme der LBS-Gruppe hat mit 52,2 Milliarden Euro (plus 1,4 Prozent) ebenfalls einen neuen Rekordstand erreicht.
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