Umfrage: Deutsche bangen um bezahlbares Dach über dem Kopf

Wohnungsknappheit?
Während Finanzinvestoren deutsche Wohnungen unter sich verteilen und die Bundesregierung über die Einbeziehung von Wohnimmobilien in REITs streitet, machen sich die Deutschen Sorgen um bezahlbaren Wohnraum. Das ist das zentrale Ergebnis des Mietwohn-Index 2007, den der VdW Bayern (Verband bayerischer Wohnungsunternehmen) zum zweiten Mal durchführen ließ. Knapp drei Viertel (73%) der repräsentativ Befragten fürchten, dass es in Großstädten zu wenig bezahlbaren Wohnraum geben wird. Im letzten Jahr lag der Wert noch bei 59 Prozent.

Sozialwohnungen halten 96 Prozent für unentbehrlich (2006: 91%). Aber allein bei den Mitgliedsunternehmen des VdW Bayern sind seit 1995 rund 100.000 Wohnungen aus der Sozialbindung gefallen.

Bei bezahlbarem familiengerechtem Wohnraum fürchten 80 Prozent Engpässe (2006: 83%), 71 Prozent sehen schwarz für Senioren (2006: 75%). Wohnen in der Stadt müsse aber auch für Einkommensschwächere, junge Familien und Senioren mit kleiner Rente bezahlbar bleiben, fordert VdW Bayern-Vorstand Xaver Kroner. Das gelte in besonderem Maße für Wachstumsregionen. "Nur eine nachhaltige Bewirtschaftung durch sozial-orientierte Vermieter kann das leisten", betont er mit Blick auf Verkäufe kommunaler Wohnungsunternehmen.

Die Umfrage wurde von der GfK Marktforschung im Auftrag des VdW Bayern durchgeführt. Das Marktforschungsinstitut interviewte 1.036 Männer und Frauen ab 14 Jahren aus ganz Deutschland.
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