Rote Karte für hohe Strompreise

Stromkunden wehren sich
„Wir wollen für mehr Wettbewerb und günstigere Preise sorgen; die Nachfrage nach Ökoanbietern und Ökotarifen stärken und Anregungen und Anreize zum Stromsparen geben“, fasste der Präsident des Deutschen Mieterbundes (DMB), Dr. Franz-Georg Rips, die Ziele der gemeinsamen Kampagne "Stromanbieterwechsel“ mit dem Verbraucherzentrale Bundesverband zusammen.

Zum 1. Juli bzw. zum 1. August 2007 haben 126 Stromanbieter die Preise erhöht, im Durchschnitt um 8 Prozent, zum Teil bis zu 23 Prozent. Zwischen den Jahren 2000 und 2006 sind die Strompreise schon um insgesamt 28,6 Prozent gestiegen, jährlich also zwischen 5 und 6 Prozent. Nach den Preiserhöhungen in diesem Jahr ist Strom häufig 50 Prozent teurer als noch im Jahr 2000.

Ein vierköpfiger Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 4.000 Kilowattstunden zahlt im Jahr 815 Euro für Strom. Je nach Wohnort und Anbieter können die Stromkosten aber auch fast 1.000 Euro betragen.

„Das heißt, die Stromkosten reißen heute in genau so tiefes Loch in die Haushaltskasse der Verbraucher und Mieter wie die Heizkosten“, sagte Rips. „Auf Grundlage des Betriebskostenspiegels des Deutschen Mieterbundes können die aktuellen Heizkosten auf 0,84 Euro pro Quadratmeter und Monat geschätzt werden. Für eine vierköpfige Familie in einer 85 Quadratmeter großen Wohnung wären das 857 Euro im Jahr.“

Bei Preisunterschieden von bis zu 49 Prozent allein bei den Grundversorgungstarifen spart man mit einem Anbieter- oder Tarifwechsel bares Geld. Das kann ohne weiteres auch dann gelten, wenn zu einem Ökostrom-Produkt gewechselt wird.

Bisher sind die Stromkunden träge. Nur 6 Prozent der deutschen Haushalte haben seit der Öffnung des Strommarktes den Anbieter oder den Tarif gewechselt. „Das wollen wir ändern. Es ist Zeit, zu wechseln. Stromkunden müssen jetzt handeln und ein unmissverständliches Signal für mehr Wettbewerb und sinkende Preise setzen“, forderte Rips.

Der Deutsche Mieterbund habe bereits mit der August-Ausgabe der MieterZeitung die ersten Signale für eine breit angelegte Wechseloffensive gegeben. „50 Millionen Mieterinnen und Mieter - davon rund 3 Millionen Mieterinnen und Mieter in den örtlichen Mietervereinen organisiert - sind eine Nachfragemacht. Wir werden alles versuchen, diesen Trumpf in den nächsten Wochen und Monaten auszuspielen“, kündigte der Präsident des Deutschen Mieterbundes an.

Stromwechsel: Einfach und ohne Risiko

Der Wechsel zu einem günstigeren und / oder umweltfreundlicherem Stromanbieter ist einfach. Er ist ohne großen Aufwand und Risiko möglich. Es reicht aus, bei einem neuen Anbieter anzurufen, ein Formular auszufüllen, das heißt, einen entsprechenden Vertrag zu schließen. Um alles weitere, wie etwa die Kündigung des bisherigen Stromversorgers, kümmert sich der neue Anbieter. Niemand muss Angst haben, in einer derartigen Situation zeitweise ohne Strom dazustehen. Auch bei einem Wechsel des Stromanbieters bleibt der Zähler der Gleiche und der Strom fließt ohne Unterbrechung weiter.

Quelle: Mieterverein

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