Vorausschauend geplant und gebaut

KfW-Energieeffizienzhaus 55 mit hochwärmedämmenden Coriso-Ziegeln

Generationen-Wohnhaus im Ruhrgebiet /dako pr corporate communications

Zukunftsorientierter Hausbau beinhaltet vorausschauende Planung und den Einsatz innovativer, umweltschonender Baustoffe. Wie ein generationenübergreifendes Wohnhauskonzept wirtschaftlich in hochwärmedämmender Ziegelbauweise realisiert werden kann, dokumentiert das vom Architekten Hans Trapp entworfene Energiesparhaus im Ruhrgebiet. Der verwendete Mauerziegel "Unipor Coriso" der Ziegelwerke Otto Bergmann (Kalletal/ Westfalen) ist mit natürlichen Mineralgranulaten gefüllt und trägt durch seine sehr geringe Wärmeleitfähigkeit von nur 0,08 W/(mK) wesentlich zum KfW-Energieeffizienzhaus 55-Standard bei. Mit einer Mauerwerksstärke von 42,5 Zentimetern wird so ein hervorragender Wärmedurchgangswert (U) der Fassade von nur 0,18 W/(m²K) erzielt - ohne aufwendiges Wärmedämm-Verbundsystem (WDVS).

Das im Herzen des Ruhrgebiets in einer typischen Wohnsiedlung der fünfziger Jahre errichtete Wohnhaus fällt durch seine Kompaktheit sowie die Gliederung in einen ein- beziehungsweise zweigeschossigen Gebäudeteil, der Hanglage folgend, auf. Das Flachdach im eingeschossigen Gebäudeteil ist mit seiner hohen Attika im Obergeschoss als nicht einsehbare Terrasse nutzbar. Zusammen mit dem leicht geneigten Pultdach des zweigeschossigen Hauptbaukörpers unterstreicht die Dachgestaltung das kompakte Erscheinungsbild. Das teilweise unterkellerte Haus öffnet sich durch großflächige Verglasung zum Süden und Westen. Hingegen wirken die Ost- und Nordfassade durch ihre schmalen, aus Gründen des Wärmeschutzes eingebauten Fenster, sehr geschlossen.

Trennung in zwei Wohneinheiten eingeplant

Ein Manko vieler Wohnhäuser ist ihre starre Wohnflächenaufteilung. So kann sich zum Beispiel nach dem Auszug der Kinder der Wohnflächenbedarf verändern. "Der Bau eines Hauses stellt eine Investition in die Zukunft dar. Mein Entwurf berücksichtigt neben den aktuellen Wünschen an den Grundriss vor allem auch zukünftige Wohnansprüche des Bauherrn", erklärt Architekt Hans Trapp (Essen). So kann das Obergeschoss durch einen separaten Zugang und eingebaute Technikanschlüsse später einmal zügig und ohne großen baulichen Aufwand als eigenständige Wohnung genutzt werden. Ferner ist der Hauswirtschaftsraum im Erdgeschoss durch entsprechende Sanitäreinrichtungen bereits als Ersatz für das Badezimmer im Obergeschoss eingeplant. Ansonsten wird der Grundriss durch eine Flächenaufteilung bestimmt, die laut Architekt dem Lauf der Sonne folgt. Der Wohn- und Essbereich ist konsequent nach Südwesten orientiert. Von dort aus sind, wie auch von den Schlafzimmern im Obergeschoss, durch große Fenster unbehinderte Ausblicke in die Natur möglich.

Gefüllte Ziegel für Wärme- und Schallschutz


Aus ökonomischen und ökologischen Gründen sah die vorausschauende Planung auch einen zukunftsgerechten baulichen Wärmeschutz vor. Das Ziel: Die Außenwände sollten den Wärmeschutzanforderungen eines finanziell geförderten KfW-Energieeffizienzhauses 55 genügen - ohne zusätzliches Wärmedämm-Verbundsystem.

Der Bauherr wünschte sich daher und aus raumklimatischen Gründen einen diffusionsoffenen, feuchte-regulierenden Wandbaustoff. Der von den Ziegelwerken Bergmann hergestellte Unipor W08 Coriso-Ziegel (Zulassung Z-17.1-935) konnte diese Vorgaben besonders wirtschaftlich erfüllen. Die für einen Mauerstein sehr geringe Wärmeleitfähigkeit (λ=0,08 W/(mK)) erzielt der innovative Ziegel durch ein ausgefeiltes Lochbild und seine wärmedämmende Mineralgranulat-Füllung (λ=0,04 W/(mK)). Mit 42,5 Zentimetern erreicht das Mauerwerk einen Wärmedurchgangskoeffizienten von nur 0,18 W/(m²K). Ein weiterer Pluspunkt: Coriso-Mauerziegel erzielen gegenüber gleichwertig wärmegedämmten, ungefüllten Wandbaustoffen ein um bis zu sechs Dezibel höheres Schalldämmmaß. Dies bedeutet für die Bewohner mehr Schutz vor Außenlärm und eine verbesserte Schalldämmung zwischen Erd- und Obergeschoss - erzielt durch die geringere Schallübertragung über die flankierenden Außenwände.

Wärmebrücken-Minimierung durch Systemsteine

Die Ausführung des Mauerwerks wurde den Verarbeitern der Bauunternehmung Stephan Dunker GmbH (Essen) vor allem durch die einfache Handhabung der Ziegel erleichtert. Ebenfalls trugen die von den Ziegelwerken Otto Bergmann zur Verfügung gestellten Ergänzungssteine und Arbeitsmittel wesentlich zum schnellen Bauablauf bei. Die Verarbeitung der gefüllten Ziegel unterschied sich nicht von "normalen" porosierten Unipor-Planziegeln. Denn das Mineralgranulat ist so beschaffen, dass es praktisch in alle traditionellen, filigranen Mauerziegel-Lochbilder integriert werden kann. Die Füllung ist also an den Ziegel angepasst, so dass er auf der Baustelle wie gewohnt verarbeitet werden kann: Der verwendete Mauerstein ließ sich daher auch im trockenen Zustand sägen, schlitzen oder anbohren. Das eingesetzte Unipor-Mauertec-System, bestehend aus dem Mörtelschlitten "unimaxX" und dem Maxit-Dünnbettmörtel 900 D, führte gegenüber herkömmlich erstelltem Mauerwerk zu einer um rund 30 Prozent reduzierten Verlegezeit. Dank der planebenen Lagerfläche des Coriso-Ziegels reichte eine deckelnde Lagerfuge aus Dünnbettmörtel aus. Dadurch reduzierte sich der Mörtelverbrauch im Vergleich zu Mauerwerk mit Normalfugen um circa 75 Prozent. Ein Maßstab für eine hochwertige Gebäudehülle ist die weitgehende Vermeidung von Wärmebrücken. Vorgefertigte wärmegedämmte Unipor-Stürze und U-Schalen tragen wie wärmegedämmte Deckenabmauerungsziegel mit integrierter Folienabdeckung des Wandkopfes zu einer Minimierung der Wärmebrücken bei den Bauteilanschlüssen bei. Durch Schneidarbeiten entstandene Fehlstellen konnten mit wärmedämmenden Systemmörtel wärmebrückenfrei geschlossen werden. Um Putzrisse auszuschließen, erhielt das Mauerwerk einen zweilagigen Putz aus einem faserarmierten Ultraleichtputz, dessen Fasern der Homogenisierung des Austrocknungsverhalten dienen. Als Endbeschichtung wurde ein zehn Millimeter dicker mineralischer Scheibenputz aufgetragen.

Energieeffizienz-Kriterien sicher erfüllt

Der rechnerische Energiebedarfsnachweis durch Fachberater Dipl.-Ing. Rüdiger Heisler der Ziegelwerke Otto Bergmann ergab, dass die Vorgaben an ein KfW-Energieeffizienzhaus 55 problemlos eingehalten werden. So beträgt der Jahres-Primärenergiebedarf circa 39 Kilowattstunden pro Quadratmeter Nutzfläche. Durch Speicherung von Sonnenwärme trägt der Ziegel dabei auch zu passiven Energiegewinnen von rund 25 Kilowattstunden pro Quadratmeter bei, die unter anderem durch die solare Einstrahlung sowie interne Gewinne generiert werden. Weitere Energie einsparende Komponenten sind eine wärmedämmende Dreifach-Isolierverglasung und eine kontrollierte Lüftung mit Wärmerückgewinnung sowie eine Sole-Wasserwärme-Pumpe. Als zweites Kriterium unterschreitet der auf die Umfassungsfläche bezogene, vorhandene durchschnittliche Transmissionswärmeverlust inklusive Wärmebrücken den zulässigen Transmissionswärmeverlust nach EnEV um 51,6 Prozent. Er liegt damit deutlich über den für ein KfW-Energieeffizienzhaus 55 geforderten Wert von mindestens 45 Prozent.
Autor: Dipl.-Ing. Hans-Gerd Heye

Quelle: dako pr corporate communications
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