Haus & Grund: Dena-Äußerungen wenig hilfreich

Diskussion über Wirtschaftlichkeit energetischer Sanierungen
Die Eigentümerschutz-Gemeinschaft Haus & Grund hält die jüngsten Äußerungen der Deutschen Energie-Agentur (Dena) zur Wirtschaftlichkeit energetischer Modernsierungen von Wohngebäuden für wenig hilfreich. Haus & Grund-Präsident Rolf Kornemann: „Ich fordere die Dena auf, zu einer sachlichen Debatte zurückzukehren. Die Frage, wann welche Maßnahmen für die Eigentümer wirtschaftlich sind und wie man dies ermitteln kann, ist immens wichtig und muss diskutiert werden. Es ist Aufgabe der Dena, die weitgehend aus öffentlichen Mitteln finanziert wird, sich an dieser Diskussion konstruktiv zu beteiligen, statt sie brüsk abzuweisen.“



Dena-Geschäftsführer Stephan Kohler stellte in einer aktuellen Pressemitteilung die pauschale Behauptung auf, energiesparende Sanierungen rechneten sich. Eine von Teilen der Wohnungswirtschaft angestrengte Methodendiskussion über Wirtschaftlichkeitsberechnungen und Kostenaufteilungen sei völlig unnötig.



Kornemann: „Die Dena zieht für ihre Muster-Berechnungen ausschließlich Gebäude heran, die wahre Energieschleudern sind und einen hohen Instandsetzungsbedarf haben. So lässt sich jede energetische Modernisierung als wirtschaftlich darstellen.“ Auf mindestens 90 Prozent des Wohnungsbestandes träfen diese Bedingungen jedoch gar nicht zu. Die Hauseigentümer beherrschten die Grundrechenarten und kämen meist zu dem Ergebnis, dass sich energetische Modernisierungen ihrer Gebäude in angemessenen Zeiträumen nicht rechneten. „Die Dena verfehlt ihre Aufgabe, wenn sie die Hauseigentümer mit unrealistischen Energiesparszenarien konfrontiert, statt sie seriös zu beraten“, sagte Kornemann abschließend.
Quelle: Haus & Grund
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