Nachhaltig ist mehr als nachwachsend

Doch was heißt Nachhaltigkeit im Bauwesen eigentlich?



(tdx) Spätestens seit dem Kyoto-Protokoll, das Anfang 2005 in Kraft getreten ist, steht fest: Der Ausstoß von Treib¬hausgasen muss in den nächsten Jahren drastisch reduziert werden, wollen die Menschen die Umwelt auch noch für ihre Nachkommen erhalten. Aus dieser Notwendigkeit heraus hat vor allem die Baubranche eine erfreuliche Entwicklung durchgemacht. Immer mehr Planer und Bauherren setzen auf energieeffiziente und nachhaltige Gebäude, immer mehr Häuser werden nach ökologischen Kriterien errichtet, wodurch Ressourcen geschont, Energie gespart und letztendlich Emissionen verringert werden.

Doch was heißt nachhaltig in diesem Zusammenhang überhaupt? Und wie wird aus einem Gebäude ein nachhaltiges Gebäude?

Seit einigen Jahren ist „Nachhaltigkeit“ zu einem Schlüsselwort in allen Bereichen des täglichen Lebens geworden. Dabei bedeutet der Begriff im Grunde immer das Gleiche: die Lebensqualität heutiger und künftiger Generationen zu sichern. Um dieses Ziel langfristig zu erreichen, achten Baustoffhersteller vermehrt darauf, die technischen und umweltrelevanten Leistungsmerkmale ihrer Produkte zu verbessern.

Die Grundlage hierfür bilden sogenannte Umwelt-Produktdeklarationen (englisch: Environmental Products Declarations, EPDs), die in Deutschland vom Institut Bauen und Umwelt e.V. herausgegeben werden.

Umwelt-Produktdeklarationen beinhalten detaillierte Informationen zu den ökologischen, aber auch technischen Eigenschaften eines Produktes entlang der verschiedenen Stadien im Produktlebensweg – von der Rohstoffgewinnung und Herstellung über die Verarbeitung und Nutzung bis hin zum Recycling. Kern einer Umwelt-Produktdeklaration ist eine Ökobilanz, die anhand verschiedener Kennzahlen die wesentlichen Umweltwirkungen des Produkts, wie z.B. das Treibhauspotenzial sowie den Ressourcen- und Energieeinsatz offenlegt.

Planer und Bauherren können demnach schon in der Planungsphase auf einen sinnvollen, umweltschonenden Einsatz von Ressourcen achten, wobei die ganzheitliche Betrachtung des Gebäudes über seinen gesamten Lebenszyklus im Vordergrund steht. Mit anderen Worten: Es hilft nicht viel, wenn beim Hausbau z.B. ausschließlich nachwachsende Materialien eingesetzt werden, nur weil man meint, diese seien umweltfreundlicher. Worauf es neben der Ökologie der Baustoffe ankommt, ist vor allem ihre Beständigkeit, denn ein Gebäude, das jahrzehntelang wartungsfrei bleibt, spart neben neuen Ressourcen auch Zeit und Geld.

In einem nachhaltigen Gebäude muss folglich die Balance vierer Faktoren gewährleistet sein: es muss ökonomisch, ökologisch, technisch leistungsfähig und soziokulturell ansprechend – den sozialen Bedürfnissen entsprechend – sein. Was nützt ein Haus mit Strohdach, wenn es wartungsanfällig ist und die Bewohner sich darin nicht wohlfühlen, weil das Dach kaum Schall- und Wärmeschutz bietet? Erst wenn die genannten Faktoren miteinander in Einklang gebracht werden, ist ein Gebäude wirklich nachhaltig. Dabei kommt der Langlebigkeit des Hauses eine besondere Bedeutung zu, da man dadurch Geldbeutel und Umwelt gleichermaßen schont.

Weitere Informationen im Internet unter www.bau-umwelt.com.

Quelle: openPR
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