Die neue Generation

Holz als Bausubstanz
Die Vorteile, die Holz als Bausubstanz mit sich bringt, sind vielfältig. Dazu zählen z.B. das ästhetische Erscheinungsbild, die universelle Formbarkeit und das angenehme Wohnklima. Nachteilig ist, dass Holz biologisch abbaubar und somit schutz- und pflegebedürftig ist. Denn der natürliche Baustoff ist vielen Gefahren ausgesetzt. So können z.B. Schimmel, Bläuepilz, Holzfäulnis, Insekten, UV-Strahlen und Nässe dem Holz im Laufe der Zeit stark zusetzen. Um diese Gefahren rechtzeitig und wirkungsvoll zu bekämpfen, ist es zwingend notwendig, das Holz richtig zu schützen.

Als „Regelkunde“ im Bereich des Holzschutzes dient das BFS Merkblatt 18 (Beschichtungen auf Holz und Holzwerkstoffen im Außenbereich), herausgegeben vom Bundesausschuss Farbe und Sachwertschutz. Hier finden sich nicht nur Vorgaben wie zulässige Holzfeuchte, Winkelangaben über Abschrägungen oder Kantenrundungen, sondern auch Vorgaben, wie der Maler z.B. offene V-Fugen zu behandeln hat, wie die Beschichtungen ausgeführt werden sollen oder wie der Untergrund geprüft werden muss. Um den hohen Anforderungen bezüglich des Holzschutzes gerecht werden zu können, müssen geeignete Produkte gewählt werden. Dazu zählen nicht nur lösemittelhaltige Lacke und Lasuren, sondern auch deren wasserverdünnbare Entsprechungen. Diese wasserverdünnbaren Lasuren werden in den letzten Jahren, spätestens aber nach der Umstellung der lösemittelhaltigen Lacke nach der VOC 2010, immer öfter vom Maler und Lackierer eingesetzt, wie steigende Umsatzzahlen belegen.

Allerdings stehen viele Anwender den wasserverdünnbaren Produkten auch heute noch kritisch gegenüber. Der Grund hierfür liegt auf der Hand: Die ersten Generationen von wasserverdünnbaren Lacken und Lasuren zeigten einige Mängel wie z.B. schlechter Verlauf, klebrige Oberflächen und zu schnelles Antrocknen der Lacke. Die heutigen wasserverdünnbaren Produkte haben mit diesen Vorläufern allerdings nicht mehr viele Gemeinsamkeiten. Mittlerweile sind verschiedenste Variationen im Markt erhältlich, ob nun PU-verstärkte Produkte, wasserverdünnbare Epoxidharz- bzw. Polyurethanharzbeschichtungen oder Zwei-Komponenten-Materialien. Die Produktpalette ist in den letzten Jahren deutlich gewachsen.
An zwei Beispielen, einer sogenannten Express-Lasur und einem wasserverdünnbaren Ein-Topf-System für Fenster, seien die Fortschritte bei der Produktentwicklung wasserverdünnbarer Lacke und Lasuren erläutert. Das besondere an den Produkten ist die Zusammensetzung, die mit zwei bzw. drei verschiedenen Bindemitteltypen ausgestattet sind.

Zwei unterschiedlich trocknende Bindemittel sorgen zum einen für eine längere Offenzeit, zum anderen für eine sehr schnelle Trocknung. “Sikkens Cetol BL Xpro” beispielsweise ist eine schnell trocknende Lasur für den Außenbereich, die aber gleichzeitig eine längere Offenzeit hat. Wenn die Lasur auf der einen Seite eine schnelle Trocknung, auf der anderen Seite eine längere Offenzeit aufweisen soll, ist das mit nur einem Bindemittel kaum umzusetzen. Ein physikalisch und ein chemisch trocknendes Bindemittel zusammen erreichen dies jedoch. Das physikalisch trocknende Bindemittel sorgt für die schnelle Regenfestigkeit (ca. 1,5 Std.) des Produktes, das chemisch trocknende Bindemittel für die längere Offenzeit. Die Eigenschaften wurden so ausgewählt, dass der Maler auch bei unbeständiger Witterung nicht mehr die Sorge haben muss, dass ihm das Produkt durch einen Regenschauer abgewaschen wird. Außerdem kann er so drei Beschichtungen an einem Tag durchführen.

“Sikkens Rubbol BL Ventura Satin” enthält gar drei verschiedene Bindemittel: Die Dispersion (Acryl in Wasser) sorgt für die Glanzhaltung und die gute Wetterbeständigkeit des Produktes. Die Emulsion (Alkydharz in Wasser) sorgt für die Verarbeitungseigenschaften, welche der Maler von einem Alkydharzlack gewohnt ist. Das dritte Bindemittel (gelöste Harzkomponente in Wasser) ist wie das “Salz in der Suppe”, denn es rundet das Verarbeitungsprofil ab und sorgt für eine lange Offenzeit.

Die jeweiligen Vorteile von Acryl- und Alkydharz wurden so in einem Produkt zusammengefasst, dass der Lack mehr Fülle, eine bessere Kantenabdeckung, eine längere Offenzeit und eine geringere Wasseraufnahme als frühere wasserverdünnbare Lacke hat. Außerdem sind die Außenbeständigkeit und die Vergilbungsneigung sehr gut. Die Kombination von mehreren Bindemitteln bietet dem Maler einen langanhaltenden, umweltverträglichen Holzschutz auf höchstem Niveau. Die Zeiten der Skepsis gegenüber wasserbasierten Lacken können also der Vergangenheit angehören.

Quelle: openPR
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