Privater Klimaschutz: Ökostrom selber vergleichen und Anbieter wechseln

Umwelt

Die Nachrichten zu den negativen Folgen des Klimawandels sind in den Medien stets präsent, ganz besonders, wenn auf wichtigen Konferenzen wie in Durban oder Rio de Janeiro wenig Neues beschlossen wird. Doch statt sich allein auf die Politiker zu verlassen, kann man als Bürger selbst tätig werden und seinen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Zwar sperren sich einige große Energieversorger immer noch gegen die von der Bundesregierung geplante Energiewende. Inzwischen gibt es aber viele kleinere Ökostromanbieter. Wer zu ihnen wechselt, hilft nicht nur dem Klima, sondern spart oft auch noch bares Geld.


Der Strommarkt ist für Verbraucher vielfach ein undurchsichtiger Dschungel von Angeboten. Auch wenn sie gern zu einem Ökostrom-Tarif wechseln möchten, sind sich viele unsicher, wie vertrauenswürdig die Anbieter sind. Macht sich der Stromversorger tatsächlich für die Umwelt stark oder trügt der schöne Schein? Hier finden Sie Tipps dazu, wie sie Ökostrom selber vergleichen und den passenden Anbieter für sich finden können.


Woher kommt der Strom?


Der Unterschied zwischen konventionellen Stromversorgern und Ökostromanbietern liegt darin, dass Ökostromanbieter ihren Strom nicht an der Strombörse kaufen, die ein Gemisch aus zahlreichen Stromarten enthält. Sie beziehen ihren Strom direkt beim Öko-Kraftwerksbetreiber und unterstützen damit den Ausbau solch umweltfreundlicher Kraftwerke. Wenn Sie Ökostrom selber vergleichen, sollten Sie also darauf achten, woher der Anbieter den Strom bezieht, den er Ihnen verkaufen will.


Umweltengagement oder Mogelpackung?


Bislang wird der Strommarkt von vier großen Versorgern dominiert, die die Art des Stroms bestimmen können. Dieser stammt immer noch vielfach aus fossilen Energiequellen wie Öl, Kohle oder auch aus der Atomenergie. Auch die großen Versorger bieten Ökostrom-Tarife an, doch hier ist Vorsicht geboten. Wenn Sie Ökostrom selber vergleichen, um einen vertrauenswürdigen Tarif zu finden, dann stellen Sie sich immer die Frage: Will der Anbieter nur an einem Trend teilhaben oder setzt er sich wirklich effektiv und aus Überzeugung für die Energiewende ein? Ein zentrales Anliegen von Ökostromanbietern ist nämlich die Investition in den Ausbau Erneuerbarer Energien. Dazu gehört z.B. die Entwicklung einer dezentralen Stromversorgung. Bislang sind die Stromnetze in Deutschland darauf ausgelegt, stetig Strom aus großen Kraftwerken zu beziehen. Für die schwankende Einspeisung von Strom aus Wind, Sonne und Wasser sind die Netze bislang nicht geeignet. Doch das sollte sich ändern, denn: Eine dezentrale Stromversorgung durch viele kleinere Anbieter dient dem Kunden und dem Klima. Der Kunde erhält eine große Auswahl an Stromtarifen zu fairen Preisen, das Klima profitiert von der Produktion von CO2-freiem, umweltschonendem Strom.


Ökostrom selber vergleichen und wechseln: So einfach geht’s


  • Ermitteln Sie Ihren Jahresverbrauch, am besten über Ihre letzte Rechnung. Wichtig ist hier die Zahl der Kilowattstunden (kWh), nicht die Kosten in Euro.

  • Nun geht es an den Vergleich des Ökostroms: Bei der Suche nach dem richtigen Anbieter helfen z.B. unabhängige Verbraucherportale im Internet. Sie geben lediglich ihre Postleitzahl und ihren Jahresverbrauch in den Tarifrechner ein. So finden Sie die möglichen Anbieter in Ihrer Region.

  • Bei Ökostrom-Tarifen sollten Sie auch auf die Zertifikate achten. Öko-Zertifikate sollen das Angebot des Stromversorgers beglaubigen. Schauen Sie sich diese Zertifikate ruhig genauer an, um herauszufinden, welche Kriterien festlegen, dass es sich hier um einen Öko-Tarif handelt. Manche sind nämlich nicht besonders anspruchsvoll.

  • Beim Preis gilt: Ökostrom muss nicht zwangsläufig die teuerste Variante sein. In vielen Städten sind Ökostrom-Tarife sogar günstiger als der konventionelle Grundversorger.

  • Generell sollten Sie darauf achten, dass Sie einen seriösen Anbieter auswählen. Weder die Forderung nach einer Zahlung per Vorkasse noch eine Laufzeit über zwei Jahre ist vertrauenswürdig.

  • Haben Sie den passenden Anbieter gefunden, nehmen Sie mit diesem Kontakt auf. Er klärt dann die weiteren Formalitäten wie z.B. Ihre Abmeldung beim alten Stromversorger. Beachten Sie jedoch, dass die Vertragslaufzeit beim alten Anbieter eingehalten werden muss.


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