Immobilienversicherung

Schutz vor Risiko
Es gibt auf dem Versicherungsmarkt unterschiedliche Immobilienversicherungen. Eine sehr wichtige Versicherung, auf deren Abschluss auch die finanzierende Bank besteht, ist die Gebäudeversicherung. Diese Immobilienversicherung sichert unter anderem Schäden aus Feuer, Sturm, Hagel, Leitungswasser und auf Wunsch weitere Risiken wie Mietausfall (bei selbstgenutzten Eigentum nicht notwendig) oder Elementarschäden (beispielsweise Überschwemmung) ab. Die Versicherung ist zwar in Deutschland nicht vorgeschrieben, wird aber in aller Regel genutzt.

Neben der Gebäudeversicherung ist es für Immobilienbesitzer auch sinnvoll, eine sogenannte Haus- und Grundbesitzerhaftpflichtversicherung abzuschließen, die gegen Schäden, welche Dritte auf oder vor dem Grundstück erleiden (beispielsweise Ausrutschen auf dem ungeräumten Gehweg, Getroffenwerden von einer heruntergewehten Dachpfanne usw.), absichert. Sie greift dann, wenn der Versicherte durch einen Dritten auf Schadensersatz in Haftung genommen wird. In berechtigten Fällen zahlt sie den Schadensersatz, in unberechtigten Fällen wird die Forderung gegebenenfalls auch gerichtlich abgewehrt.

Wenn ein Haus über eine Ölzentralheizung beheizt wird, sollte eine sogenannte Gewässerschädenhaftpflichtversicherung abgeschlossen werden, denn wenn es zu einer Undichtigkeit kommt, durch die Öl in das Erdreich gerät, kann der Schaden schnell in den sechs- oder siebenstelligen Euro-Bereich gehen. Auch Mieter, die über ein Aquarium oder ein Wasserbett verfügen, sollten diese Versicherung für sich abschließen.

Alle diese Immobilienversicherungen sind sinnvoll und die Prämien im Rahmen der jährlichen Betriebskostenabrechnung umlagefähig (im Fall der Gewässerschadenshaftpflichtversicherung aber nur auf die Nutzer der Ölheizung).

Darüber hinaus gehören Versicherungen wie die Hausrat- oder Glasbruchversicherung zu den Immobilienversicherungen. Hausratversicherungen werden oft von Privatpersonen abgeschlossen und versichern Schäden an Mobiliar und Einrichtung. Diese Versicherung ist nicht notwendig, aber für viele Mieter sinnvoll, beispielsweise wenn in die Wohnung eingebrochen und versicherte Dinge entwendet oder zerstört werden. Die Glasbruchversicherung ist hingegen eher für Gewerbemieter in Erdgeschosslagen mit großen Schaufensteranlagen sinnvoll, jedoch ebenfalls nicht obligatorisch. Da aber mietvertraglich meist vereinbart wird, dass der Mieter für zerbrochene Glasscheiben aufzukommen hat, kann sie unter dem Strich viel Geld sparen.

Wer eine Immobilie baut, sollte zumindest für die Baudauer eine Bauherrenhaftpflichtversicherung abschließen, weil von einer Baustelle immer Gefahren ausgehen können. Nach Fertigstellung des Gebäudes ist diese nicht mehr sinnvoll.

In manchen Fällen ist auch eine Immobilien-Rechtsschutzversicherung zu prüfen, insbesondere, wenn ein Immobilienbesitzer Einheiten vermietet. Für selbstgenutzte Immobilien ist diese in der Regel nicht notwendig, wenn man sich rechtskonform verhält.

Darüber hinaus sollte sich ein Darlehensnehmer, der eine Immobilie finanziert und Familie hat, auch immer ausreichend, beispielsweise in Form einer Berufsunfähigkeits- und Risikolebensversicherung, absichern. Die finanzierende Bank besteht darüber hinaus häufig auf einer Restschuldversicherung.
Neuwagen & Gebrauchtwagen | Sport & Fitness | Ski & Skiurlaub
Hotels & Urlaub | Urlaub