Hausverwaltung wird durch aktuelle Urteile erschwert

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Einige aktuelle Urteile stärken die Rechte der Mieter in Deutschland und erschweren die Hausverwaltung insbesondere dann, wenn man mehrere Immobilien besitzt. Möchte man nicht auf die kostspieligen Dienste einer professionellen Hausverwaltung zurückgreifen, sollte man sich deshalb an anderer Stelle Hilfe suchen, welche einen davor bewahrt, die neue Rechtsprechung zu ignorieren und somit einen folgenschweren Fehler zu machen. Helfen kann beispielsweise eine passende Software für die Immobilienverwaltung.

Änderungen für die Hausverwaltung: Die aktuellen Urteile

Die Müllentsorgung ist stets Teil der Nebenkosten
Bislang konnte der Vermieter entscheiden, ob er die Müllabfuhr selbst regeln lässt und die Ausgaben über die Nebenkosten auf die Mieter umlegte oder ob er stattdessen im Mietvertrag jedem Mieter diese Aufgabe übertrug. Damit ist nun Schluss, denn das Verwaltungsgericht Neustadt entschied, dass der Vermieter am Ende immer zahlen muss, selbst wenn der Mietvertrag die Müllabfuhr zur Aufgabe des Mieters machte. Diese muss deshalb ab sofort Teil der Nebenkosten sein.

Klauseln für Kleinreparaturen: Obergrenze bei 100 Euro
Bereits vor einiger Zeit urteilte der Bundesgerichtshof, dass Klauseln für Kleinreparaturen eine Obergrenze haben müssten. Das höchste deutsche Gericht nannte allerdings noch keine Zahlen. Dies holte nun das Amtsgericht Bingen nach. Es kassierte eine Klausel in der Höhe von 120 Euro und erklärte stattdessen Mietverträge mit einer Obergrenze von 75 bis 100 Euro für zulässig.

Wäschetrocknen auf dem Balkon im Sommer ist zulässig
Mieter dürfen außerdem stets im Sommer ihre Wäsche auf dem Balkon trocknen. Dies gilt selbst dann, wenn dies der Hausordnung widersprechen sollte. Dies entschied das Amtsgericht Euskirchen. Entsprechende Klauseln in der Hausordnung sind also ungültig. Dem Mieter ist es sogar erlaubt, geringe bauliche Veränderungen vorzunehmen, um seine Wäsche trocknen zu können. Interessant für die Hausverwaltung dabei: Eine Handhabe hat man allerdings dann, wenn die Mieter Löcher in die Wände bohren, um eine Wäscheleine zu spannen. Dies ist untersagt.

Untermieter dürfen abgelehnt werden - die Untermiete selbst jedoch nicht generell
Viele Vermieter lehnen generell die Untermiete ab. Wie die "Wirtschaftswoche" berichtet, ist dies unzulässig. Allerdings muss jeder Untermieter dem eigentlichen Vermieter vorgestellt werden. Dieser hat die Wahl, den Untermieter zu akzeptieren oder abzulehnen. Zu oft darf der Vermieter allerdings nicht von der Möglichkeit des Ablehnens Gebrauch machen, weil sonst ein Sonderkündigungsrecht für den eigentlichen Mieter entsteht. Sinnvoller ist es, die Haftung auf den Mieter zu übertragen.

Viele kleine Änderungen: Eine Software für die Hausverwaltung kann helfen
Diese Beispiele zeigen, dass es stets viele kleine Änderungen durch aktuelle Urteile gibt, die für die Hausverwaltung jedoch große Konsequenzen haben. Helfen kann eine professionelle Software für die Hausverwaltung wie beispielsweise der Hausverwalter von Lexware (zum Programm) oder Immoprofessional (zum Programm). Wichtig ist, dass das Programm durch Updates regelmäßig an die aktuelle Rechtslage angepasst wird und die Möglichkeit bietet, Muster-Mietverträge und ebensolche Hausordnungen auszudrucken. Denn auf diese Weise befreit das Programm von den nötigen Recherchearbeiten, die man sonst selbst durchführen müsste. Eine solche Software-Lösung erleichtert die Hausverwaltung spürbar schon dann, wenn man nur eine Wohneinheit vermietet.

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