Baumarktkrise - wie sieht der Markt aus?

Mit Ankündigung ...
Die Schlagzeilen füllten die Zeitungen, Nachrichten und Internetportale: Praktiker, der Baumarkt mit seiner bekannten "20 Prozent auf alles"-Werbung musste Insolvenz anmelden. Problematisch ist, dass der Konzern nicht allein aus den Praktiker-Märkten besteht, sondern neben dem Discounter einen weiteren Märktestamm besitzt - Max Bahr. Jetzt stellt sich natürlich die Frage, ob das Baumarksterben um sich greift oder welche Ketten von der Krise nicht betroffen sind.

Prognose längst gestellt

Als im Jahr 2005 die Experten von Ernst & Young ankündigten, dass in den nächsten Jahren einige Baumärkte Insolvenz anmelden mussten, wurde die Warnung von vielen Ketten in den Wind geschlagen. Dabei berief sich der Herausgeber der Warnung schlichtweg auf die Überkapazitäten, die es allein in Deutschland gäbe. Fast in jeder Region gibt es Baumärkte von sieben unterschiedlichen Ketten, die sich auf engstem Raum drängen und sich gegenseitig die Kunden nähen. Problematisch an den Strategien ist, dass kaum eine Kette einen Schwerpunkt legt. Um einen breiten Kundenstamm zu bedienen, sind die Waren in fast allen Ketten gleich, sodass Kunden selten einem Baumarkt aufgrund des dortigen Angebots treu bleiben. Diese Aussage wurde erst zuletzt von Ernst & Young bekräftigt. Die Beratungsgesellschaft erwartet, dass in Zukunft die Baumärkte bestehen, die auf eine enge Kundenbeziehung, Beratung und Qualität setzen.

Baumärkte mit Schwerpunkt im Kommen

Auf Beratung setzt beispielsweise der Baumarkt Hellweg, der unter Hellweg.at im Netz zu finden ist. Im Service-Test des Deutschen Instituts für Service-Qualität siegte die Kette nicht zuletzt, weil sie eine sehr gute fachmännische Beratung anbietet und die Mitarbeiter sich für Kundenfragen Zeit nehmen, anstatt sie zum nächsten Regal zu schicken. Allerdings senkt der Testsieger, wie auch die weiteren Ketten in Deutschland, die Gewinnprognose. Nicht zuletzt der lange Winter ließ den Umsatz deutlich sinken. Baumärkte wie Obi, die sich auf den Gartenbereich spezialisierten und beispielsweise ein Gartencenter unterhalten, spüren die Absatzschwäche besonders deutlich. Dennoch empfehlen Experten, dass eine Konzentration auf einen bestimmten Schwerpunkt sinnvoll ist - wenn dieser nicht den Jahreszeiten unterliegt. Gilt ein Markt besonders im Bereich von Werkzeugen als empfehlenswert und berät seine Kunden, wird er sich auf diesem Gebiet gegen die Konkurrenz durchsetzen.
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