Denkmalimmobilien als Geldanlage

Erhaltenswert

immokat.de / Christian Schön

Wer Steuern sparen und mit seinem Kapital eine ansehnliche Rendite erwirtschaften will, muss in Zeiten historischer Niedrigzinsen schon eine gewisse Kreativität entwickeln. Die lange Jahre lukrativen Anlageformen wie das hochverfügbare Tagesgeld oder Schuldverschreibungen bringen heute kaum noch einen Ausgleich der Inflation und sind daher für selbst für genügsame Anleger kaum interessant. Aktien und andere Wertpapiere sind vergleichsweise lohnend, sofern ausreichend Zeit und Aufmerksamkeit in die Pflege des eigenen Portfolios investiert wird, allerdings besteht hier immer das – durchaus nicht nur theoretische Risiko – des Totalverlustes. Die Investition in Gold oder andere Edelmetalle erscheint mittlerweile vielen Anlegern als eine sinnvolle Alternative, allerdings geben Experten zu bedenken, dass der Run aufs Gold den Preis künstlich in die Höhe treibt und damit eine weitere Blase erzeugt, die in absehbarer Zeit zu platzen droht.

Betongold schützt das Kapital durch reale Werte

Bleibt noch die Anlagestrategie Immobilie, das berühmte Betongold. Damit lässt sich besonders in den dicht besiedelten Ballungszentren auf Dauer eine hohe Sicherheit für das eingesetzte Kapital erreichen, sofern solvente Mieter oder Käufer zur Verfügung stehen, das Angebot also auf eine entsprechende Nachfrage trifft. Das ist im Bereich der Gewerbeimmobilien kaum noch der Fall, hier besteht ein Überangebot, das sich massiv auf die Mieten oder möglichen Verkaufspreise auswirkt – stellenweise wurden bereits in den letzten Jahren und Jahrzehnten errichtete Immobilien rückgebaut, um den Markt zu entspannen und die Preise zu stabilisieren.

Doch es gibt auch im Bereich der Immobilien Ausnahmen, denn die genannten Denkmalimmobilien bieten nicht nur eine hohe Attraktivität für Mieter oder Käufer, sondern auch hohe Steuersparmöglichkeiten für Investoren, die sich für den Erhalt und die Sanierung dieser kulturell besonders bedeutsamen einsetzen. So können bis zu 35 Prozent des Kaufpreises einer solchen Immobilie angesetzt werden, um das zu versteuernde Einkommen zu senken und bei einer Veräußerung nach 10 Jahren ist der gesamte Verkaufserlös steuerfrei.

Immer mehr Anleger erkennen die hohen Renditechancen, die sich mit Denkmalschutz Immobilien realisieren lassen, zumal auch der Charme der Immobilien für sich spricht: Die historischen Bauten sind Unikate, für die sich nicht nur ein vergleichsweise höherer Verkaufserlös erzielen lässt, auch die möglichen Mieteinnahmen liegen oft deutlich über den Vergleichsmieten am Ort. Zwar sind denkmalgeschützte Immobilien oft in einem Zustand, der eine direkte Neuvermietung oder Eigennutzung nicht ermöglichen, sie sind also sanierungs- oder mindestens restaurierungsbedürftig, doch auch an diesen Kosten beteiligt sich der Fiskus: Kapitalanleger können über einen Zeitraum von 12 Jahren die anfallenden Sanierungskosten komplett abschreiben, Eigennutzer können im Verlauf von 10 Jahren 90 Prozent der Aufwendungen steuerlich geltend machen. Das macht diese Immobilien zu einer besonders attraktiven und zugleich zukunftsträchtigen Geldanlage.

Um die Vorteile zu nutzen, muss eine Immobilie in einem Sanierungsgebiet liegen oder als Denkmalimmobilie klassifiziert sein. Der Denkmalschutz geht mit Auflagen einher, an die sich der neue Eigentümer halten muss, so müssen etwa bauliche Veränderungen mit dem zuständigen Amt für Denkmalschutz abgestimmt und von diesem genehmigt werden. Wer diese Hürden jedoch nicht scheut oder einen kompetenten Partner an seiner Seite weiß, kann mit einer solchen Immobilie sein Kapital gut sichern und vermehren und sich so gegen Krisen auf dem Kapitalmarkt absichern.
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