Wohnen im Doppelhaus – was man beachten sollte

Wer spricht, dem kann geholfen werden



Das Glück vom Leben im Doppelhaus.
Foto: Fotolia.de - Gerhard Seybert


(red.IMM) Das ist ja so eine Sache mit den Vorzügen, die jeder Einzelne für seine individuelle Wohnsituation umsetzen möchte. Der eine ist ein Stadtmensch, der ein Loft mit Dachterrasse wünscht, der andere hat Kinder und sucht Platz und viel Grün. Auch der Punkt Geselligkeit ist ein Faktor, der bei der Haus- oder Wohnungssuche berücksichtigt werden sollte.

Weniger Mieter = Mehr Ruhe?


Für alle, die ihre Ruhe schätzen und wenig Kontakt mit Nachbarn suchen, sind Häuser mit möglichst wenigen Wohneinheiten gut. Bei 2-3 Parteien gibt es auch weniger Konfliktpotenzial. Wenn es jedoch Spannungen gibt, wirkt sich das oft auf die ganze Hausgemeinschaft aus.

Auf der anderen Seite ist die Anonymität in einem Hochhaus z.B. viel eher gegeben. Man bekommt kaum mit, ob im 2. oder 6. Stock jemand ein- oder auszieht, wenn man selbst im 4. Stock wohnt.

Auch beim Eigenheim gibt es Möglichkeiten


Alle Häuslebauer haben die Aufgabe, den Standort ihres zukünftigen Heimes festzulegen. Wie groß soll das Grundstück sein? Wo soll es liegen? Jeder weitere Quadratmeter bringt auch Kosten mit sich. Um also mehr Platz und geringere Kosten zu haben, könnte der Bau eines Doppelhauses die Lösung sein. Beide Parteien teilen sich die Kosten des Grundstückes und des Erwerbes.

Einigen sollten sich beide Parteien auf die Architektur bzw. Gestaltung des Hauses. Es sieht harmonischer und einladender aus, wenn das Haus z.B. einheitlich verklinkert wird, statt an einer Hälfte Klinker und an der anderen lila gestrichener Putz. Auch ist die klare Absprache zu empfehlen, was gewünschte Ruhezeiten, Gartenpflegezeiten oder Tierhaltung angeht.

Schnell kann Wohnen Wand an Wand auch Probleme heraufbeschwören, wenn die Kinder eben doch zu laut sind oder der Nachbar am Sonntag den Rasen mäht. Alle Nachbarn tun gut daran, sich eindeutig abzusprechen – Doppelhausnachbarn um so mehr, da die Trennungsmöglichkeit sehr gering ist. Zu empfehlen ist bei solchen Absprachen ein Protokoll, das von beiden Seiten gelesen und unterschrieben wird. Im Falle eines Rechtsstreites steht so ein Dokument zur Verfügung, auf das sich beide Seiten geeinigt haben.

Ob man lieber mit fremden Menschen ein Doppelhaus baut oder mit Freunden/Familie/Bekannten, bleibt jedem selbst überlassen. Kennt man die Bau-Partner gut, kann das die anstrengende und entscheidungsreiche Bauphase erleichtern. Jedoch spricht man mit vertrauten Menschen die Probleme vielleicht nicht so schnell an. Man ist also schon länger genervt über das Hundegebell des Doppelhausnachbarn, hat aber Verständnis, dass der Hund während der Arbeitszeit eben allein bleiben muss. Nichts desto trotz ist schnell ein Maß erreicht, an dem man das so nicht mehr haben möchte.

Es erfordert Mut, seine Grenzen unter Freunden und auch unter Fremden klar zu machen – aber es ist möglich und unter so engen Nachbarn wie in einem Doppelhaus sogar notwendig. Herrscht eine offene klare Atmosphäre, steht dem Traum vom günstigen Wohnen im eigenen Haus nichts mehr im Wege.
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