Zum 25.05.2018 stellen wir den Betrieb des Inseratsteils auf immokat.de aufgrund der Dokumentationserfordernisse, die sich aus der DSGVO ergeben, ersatzlos ein. FTP-Zugänge und gespeicherte Daten werden ab sofort bis zu desem Zeitpunkt ersatzlos gelöscht.

Mit freundlichen Grüßen
Das Team von immokat.de

Haushaltsnahe Dienstleistungen von der Steuer absetzen

Viele Nebenkosten auch für Mieter absetzbar



Alle Jahre wieder ist es Zeit für die Steuererklärung. Die meisten Deutschen empfinden diese zwar als lästig, komplex und anstrengend, doch sie kann eben auch recht lohnend sein. Viele Angestellte verzichten jedoch auf eine Steuererklärung, da sie glauben, diese lohne sich nicht. Meist stimmt das aber nicht. So können auch Angestellte sich einige Euros zurückholen, zum Beispiel durch Steuervorteile durch haushaltsnahe Dienstleistungen. Diese greifen für Eigenheimbesitzer ebenso wie für Mieter und können in der Summe durchaus einen Unterschied machen.

Mit förderfähigen Leistungen bis zu 1.200 Euro Gutschrift


Mit dem Steuervorteil für haushaltsnahe Dienstleistungen entlastet das Finanzamt die besonderen Ausgaben, die durch Reparaturen oder handwerkliche Arbeiten entstehen. 20% der tatsächlichen Kosten bis zu einer Höhe von 6.000 Euro werden dabei dem Steuerbetrag gutgeschrieben, also maximal 1.200 Euro. Davon profitieren vor allem diejenigen, bei denen eine teure Reparatur oder beispielsweise eine kostenintensive Gartenbaumaßnahme anlag. Doch auch Umzugskosten, die Schneebeseitigung, die Wartung von Geschirrspüler oder Waschmaschine sowie die Kosten für den Schornsteinfeger sind absetzbar. Einer der häufigsten Posten ist aber die Gebäudereinigung. Wer nicht selbst putzen möchte, sondern sich eine Gebäudereinigung in Karlsruhe, Kassel oder Köln sucht, der kann sich ein Fünftel der Kosten zurückholen.

Viele Nebenkosten auch für Mieter absetzbar


Die meisten Immobilienbesitzer wissen, dass ihnen haushaltsnahe Dienstleistungen in der Steuererklärung viele Vorteile verschaffen. Oft fallen am eigenen Haus einfach auch mehr Arbeiten an. Doch was viele nicht wissen: Auch Mieter haben ein Anrecht darauf, solche Leistungen steuervergünstigend anzusetzen, auch wenn sie diese gar nicht selbst beauftragt haben. Posten wie Gebäudereinigung, Hauswart oder Schornsteinwartung werden vom Vermieter beauftragt, jedoch über die Nebenkostenabrechnung auf den Mieter umgelegt. Diese Kosten sind als haushaltsnahe Dienstleistungen problemlos abzugsfähig. Allerdings müssen die Kosten natürlich nachgewiesen werden. Sie brauchen dann zwar keine ordentliche Rechnung, aber eine Nebenkostenabrechnung, die alle Positionen einzeln auflistet und nicht nur die Gesamtkosten, sondern auch den Ihren Anteil als Mieter innerhalb eines Mehrfamilienhauses exakt angibt. Zu dieser Auskunft ist Ihr Vermieter übrigens verpflichtet, also bestehen Sie darauf, falls Ihre Nebenkostenabrechnung nicht detailliert genug ist.

Haushaltsnahe Beschäftigungen werden extra gefördert


Während die Kosten für Reparaturen und Dienstleistungen auf eine Summe von 6.000 Euro gedeckelt sind und Sie somit maximal eine Gutschrift von 1.200 Euro bekommen können, werden Anstellungsverhältnisse im Haushalt sehr viel großzügiger gefördert. Bis zu 20.000 Euro für eine Haushaltshilfe, ein Kindermädchen oder ähnliches können angesetzt werden. Die Förderquote beträgt auch hier 20%, so dass Sie mit maximal 4.000 Euro Erstattung rechnen können. Beschäftigen Sie einen Minijobber im Haushalt, dann reduziert sich der förderfähige Betrag auf 2.550 Euro, wovon 20%, also 510 Euro, gutgeschrieben werden können. Wichtig ist natürlich, dass Sie Ihre Beschäftigten offiziell angemeldet und ordentlich bezahlt haben. Wie das funktioniert, erklärt die Webseite der Minijobzentrale.

Bei Handwerkern immer auf Rechnung bestehen


Die Steuervergünstigungen für haushaltsnahe Dienstleistungen sollen in erster Linie die Bürger entlasten, die Teile ihres Nettoeinkommens für Reparaturen und ähnliches ausgeben. Sie sind aber auch ein Instrument in der Bekämpfung von Schwarzarbeit. Jede Absetzung von Kosten aus dieser Sparte erfordert natürlich eine ordentliche Rechnung sowie den Nachweis der Bezahlung dieser Rechnung. Wenn ein Handwerker Ihnen eine Leistung ohne Rechnung anbietet, so ist diese vielleicht für den Moment günstiger, doch der Steuervorteil geht Ihnen verloren. Darüber hinaus machen Sie sich mitschuldig an der Schwarzarbeit und somit strafbar. Ob dieses Risiko es wert ist, ein paar Euro zu sparen, die Sie am Ende durch den Steuervorteil der haushaltsnahen Dienstleistungen auch legal gespart hätten, ist doch sehr zu bezweifeln. Achten Sie auch darauf, dass Sie generell keine Rechnungen bar bezahlen. Die Kontobewegung nach einer Überweisung ist für das Finanzamt die einfachste und sicherste Methode, die Richtigkeit Ihrer Angaben in der Steuererklärung zu überprüfen.

Foto: pixabay.com/falconp4
Neuwagen & Gebrauchtwagen | Sport & Fitness | Ski & Skiurlaub
Hotels & Urlaub | Urlaub