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Was Sie in der Mietwohnung dürfen

Von Ihren Rechten und den Grenzen



Immer wieder kommt es vor, dass Mietern nicht wirklich bewusst ist, welche Arbeiten sie in der Mietwohnung vornehmen dürfen. Vom Streichen der Wände bis zum Ändern der Kacheln im Badezimmer – es gibt zahlreiche Veränderungen der Wohnung, die Sie nur mit Einverständnis des Eigentümers vornehmen dürfen. Oftmals gehen Mieterinnen und Mieter davon aus, Veränderungen vornehmen zu dürfen, was dann in einem großen Rechtsstreit enden kann. Bevor Sie sich zu einer Renovierungsmaßnahme entscheiden, gilt es daher, den Vermieter in die Pläne einzuweihen.

Schutz vor der Sonne – Dürfen Außenjalousien angebracht werden?
Die Installation einer Außenjalousie ist simpel und kann damit schnell realisiert werden. Der Effekt, den Sie erfahren, ist allerdings umso größer. Schließlich dienen die Außenjalousien dazu Lamellenartige Bleche zu einer einheitlichen Front zu verschließen. Somit kann das heiße Licht der Sonne nicht mehr in Ihre vier Wände einstrahlen. Das immense Aufheizen im Sommer kann damit unterbunden werden. Die Montage bedarf jedoch einiger Bohrungen. Zu beachten ist, dass Sie mehrere Löcher in den Fensterrahmen bohren müssen, um die Jalousie im späteren Gebrauch von innen zu öffnen oder zu schließen. Dies kann oftmals zu Streit führen. Schließlich beschädigen Sie damit das Eigentum des Hausbesitzers. Damit es nicht zu umfassenden Rechtsstreitigkeiten kommt, sollten Sie noch vor dem Außenjalousien kaufen mit dem Vermieter sprechen. Zeigen Sie genau auf, welche Handlungsschritte vonnöten sind, um den Sonnenschutz anzubringen. Jedes Loch, welches Sie bohren möchten, sollte zuvor abgesegnet werden. Es kann hierzu auch sehr sinnvoll sein, die Vereinbarung schriftlich zu dokumentieren. Sie haben Sie auch bei Ihrem Auszug einen Nachweis, dass keinerlei unrechtmäßige Veränderungen an dem Eigentum des Vermieters vorgenommen wurden.

Spieglein, Spieglein an der Wand – Löcher in die Badezimmerfliesen bohren?
Im Badezimmer schnell einen neuen Spiegel montieren oder in der Dusche den Seifenhalter anbringen. Hierzu ist eine Bohrung in den Fliesen erforderlich, über die kaum jemand nachdenkt. Doch Sie sollten sich zunächst die Frage stellen, ob das Anbohren der Fliesen überhaupt rechtens ist. Grundlegend gilt: Hält sich die Anzahl der von Ihnen angebrachten Bohrlöcher einem realistischen Rahmen, dürfen Sie diese in die Fliesen einbringen. Zu beachten ist allerdings, dass Sie lediglich die Fugen anbohren sollten. Schließlich können diese wieder verfugt werden, um die Schäden unsichtbar zu machen. Zudem kann es beim Bohren einer Fliese schnell einmal geschehen, dass diese zerplatzt oder kleine Mikrorisse aufweist. Sollte dies geschehen, sollten Sie umgehend den Vermieter ansprechen. Bei kleinen Kratzern oder Absplitterungen müssen Sie als Mieter nicht für den Schaden haften. Diese Schäden fallen unter die vertragsmäßige Nutzung der Wohnung.

Das Chaos um die Renovierung
Ein weiteres Thema, welches kaum enden mag, ist die Frage nach der Renovierungspflicht beim Auszug aus der Wohnung. In den meisten Mietverträgen steht zwar festgeschrieben, dass Sie die Wohnung als Schönheitsmaßnahmen renovieren müssen, wenn Sie ausziehen, doch diese Klausel ist meist unwirksam. Sollten Sie die Renovierung, welche mit Zeit und Kosten verbunden ist, nicht auf sich nehmen wollen, können Sie sich vom Mieterverein beraten lassen. Hier kann festgestellt werden, ob die im Mietvertrag festgeschriebenen Angaben den vom BGH aufgestellten Grundsätzen entsprechen. Ist dies der Fall müssen Sie wohl oder übel die Renovierung durchführen.

Foto: pixabay.com/congerdesign
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