Jetzt planen ist bares Geld wert

Bauzins quo vadis?

NBB Kommunikation GmbH

Wer zu günstigen Zinsen bauen will, sollte jetzt handeln, rät Schwäbisch Hall-Experte Marcus Weismantel. Die Unsicherheit, wie sich das Zinsniveau entwickelt, ist bei vielen Bauherren derzeit groß.

Vor allem Immobilieninteressenten, die den Schritt ins Wohneigentum erst in einigen Jahren beabsichtigen, machen sich Gedanken, wie sie sich das derzeitige Niedrigzinsniveau für den Zeitpunkt des möglichen Erwerbs sichern können. Aber auch Eigentümer, deren Zinsbindung in absehbarer Zeit ausläuft, beschäftigen sich mit der Frage einer möglichst günstigen Anschlussfinanzierung. "Wer sich die niedrigen Zinsen von heute für die Zukunft sichern will, dem stehen sowohl ein Forward-Darlehen als auch der Bausparvertrag für künftige Bau- und Erwerbsvorhaben sowie für Umschuldungen zur Verfügung", sagt Weismantel.


Nach Ansicht von Weismantel gilt es zuerst die Frage zu klären, ob der Zeitpunkt für die Darlehensnutzung unverrückbar feststeht - wie etwa bei einer Anschlussfinanzierung. "Läuft die Zinsbindung in spätestens drei Jahren aus, ist es sinnvoll, sich bereits jetzt mit einem Forward-Darlehen den aktuellen Niedrigzins für die Umschuldung zu sichern", erläutert Weismantel und rechnet vor: "Steigen die Bauzinsen von derzeit im Schnitt 4 Prozent für ein Darlehen mit zehnjähriger Laufzeit in den nächsten drei Jahren nur um 1 Prozent, so führt dies bei einem Finanzbedarf von 50.000 Euro zu einer Mehrbelastung von 500 Euro pro Jahr. Bereits nach wenigen Jahren addiert sich der vermeintlich kleine Unterschied schnell auf mehrere tausend Euro."

Liegt der Finanzierungszeitpunkt noch mehr als drei Jahre entfernt oder ist Flexibilität gefordert, weil der Zeitpunkt des Bauvorhabens oder geplanten Kaufs noch nicht genau feststeht, empfiehlt sich ein Bausparvertrag als Zinssicherungsinstrument. "Zum einen können Bauherren in spe damit Eigenkapital bilden, zum anderen sind moderne Bauspartarife so flexibel, dass sie ideal an einen geänderten Baubeginn oder Kauftermin angepasst werden können", erklärt Weismantel die Vorteile. Wer früher als ursprünglich geplant bauen will, spart über die so genannte Wahlzuteilung statt der üblichen 50 Prozent nur 25 Prozent der Bausparsumme an. Die verbleibenden 75 Prozent bekommen Bauherren als Darlehen ausgezahlt."

Aber auch der umgekehrte Fall stelle aufgrund der Flexibilität des Bausparens kein Problem dar: "Die Inanspruchnahme eines zuteilungsreifen Bausparvertrags kann bis zu zwei Jahre hinausgeschoben werden, ohne dass dafür Bereitstellungszinsen anfallen. Auch eine Auszahlung des Darlehens in Teilbeträgen - nach Baufortschritt - ist möglich, ohne dass Aufschläge für den noch nicht genutzten Teilbetrag fällig werden."

Baufinanzierer, deren altes Darlehen innerhalb des nächsten halben Jahres ausläuft, sowie Bauherren, die sicher in den nächsten Monaten mit dem Hausbau beginnen, können sich mit einem sofort abgeschlossenen Kreditvertrag die heutigen Konditionen sichern. Denn viele Banken stellen das Darlehen sechs Monate kostenlos zum Abruf bereit - die Bausparkasse Schwäbisch Hall sogar für neun Monate, ohne dafür Bereitstellungszinsen zu verlangen.

Das niedrige Zinsniveau sowie Aussichten auf weiter steigende Bauzinsen sind zwei gute Gründe, jetzt Nägel mit Köpfen zu machen, argumentiert Weismantel und macht folgende Rechnung auf: "Wer heute ein Baudarlehen von 100.000 Euro aufnimmt, zahlt bei einer Laufzeit von 10 Jahren dafür im Schnitt jeden Monat 343 Euro Zinsen. Vor 15 Jahren war die Zinsbelastung fast doppelt so hoch. Im Klartext: Im langfristigen Vergleich kamen bauwillige Bundesbürger wohl selten so günstig zum Eigenheim wie derzeit."

Quelle: NBB Kommunikation GmbH
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