Wenn Verbraucher auf Immobilienmakler treffen

Immobilien verkaufen und vermieten
Disharmonien sind es, die die Zusammenarbeit von Auftraggebern und Makler prägen, darin ist sich Aaron Panoptes, Autor des soeben im Immoverlag, Grömitz, erschienenen Buches "Immobilienmakler | inkompetent - faul - frech - teuer", sicher.

Der Immoverlag hat sich auf die Herausgabe von Verbraucherinformationen für Immobilienverkäufer und –vermieter spezialisiert; Seit 2002 wurden bereits mehr als 20 Ratgeber für private Immobilienanbieter veröffentlicht. Mit "Immobilienmakler | inkompetent - faul - frech - teuer" wurde nun der Grundstein für eine Serie zum Thema Verbraucherschutz gelegt.

Das Leistungsgefälle innerhalb der Maklerangebote in Deutschland ist eklatant, so der Autor, der nach mehr als 30-jähriger Maklertätigkeit, seine Erfahrungen mit der Branche niedergeschrieben hat und nun mit seinem Buch für eine bessere Verbraucheraufklärung sorgen will.

Er macht die - wie er sie nennt - „Schlechtleister“ für die Misere und das angeschlagene Image ebenso verantwortlich wie die niedrigen Einstiegshürden zur Ausübung der Maklertätigkeit, die weder an eine Ausbildung noch an Voraussetzungen geknüpft sind.

Der Autor fragt unter anderem: Sind Verbraucher als Auftrageber von Maklerleistungen Freiwild für deutsche Makler? Gibt es überhaupt noch Makler, die ihr Geld wert sind oder müssen Verkäufer, Vermieter und Mieter grundsätzlich zu viel Geld für zu wenig Leistung berappen?

Der „normale“ Auftraggeber sieht sich nach Ansicht von Panoptes einem völlig intransparenten Angebot gegenüber. Er kann nicht ohne weiteres erkennen, wo die Gefahren in Maklerangeboten lauern, wo tatsächlich auch das geliefert wird, was vereinbart wurde und ob dies den geforderten Preis rechtfertigt. Zudem würden nicht selten falsche und völlig unrealistische Versprechungen den Verbraucher in die Irre führen, erklärt der Autor die aktuelle Situation.

Allerdings sieht der Branchenaussteiger die Verantwortung nicht nur bei seinen ehemaligen Kollegen, sondern auch bei den Auftraggebern selbst. Viele Verkäufer und Vermieter machen es den Maklern einfach zu leicht. Gutmütigkeit, Naivität und Vertrauensseligkeit sind, ebenso wie Gier, Besserwissertum oder Selbstüberschätzung, grundsätzlich verdammt schlechte Berater, wenn es um die Auswahl eines geeigneten Maklers geht.
Grundsätzlich, so Panoptes, sollten Verbraucher besser zweimal hinschauen, bevor sie sich für einen Makler entscheiden und sich womöglich langfristig an diesen binden.

Auch der Verantwortlich Herausgeber des Immoverlag, Stephan Probst, sieht den Verbraucherschutz nicht als Einbahnstraße. Wer einerseits nach weniger Bürokratie und Eingriffe in private Bereiche verlangt, der muss sich auf der anderen Seite dann aber auch im Bedarfsfall selbst schützen. Dies wiederum kann aber nur gelingen, wenn man um die Gefahren weiß, so Probst, der grundsätzlich zu mehr Augenmerk bei Verkäufen und Vermietungen von Immobilien rät.
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