Dachgauben: neuer Wohnraum unterm Dach

Neuer Platz



Gauben schaffen Licht und Platz – und sind damit perfekt geeignet, um bislang ungenutzte Dachfläche auch nachträglich in gemütlichen Wohnraum zu verwandeln. Stimmen Form, Design und Größe, wird eine Gaube schnell zum Blickfang, erläutert bauen.de, das Fachportal für Bauherren und Renovierer.

Nürnberg, 18. Oktober 2011 - Früher dienten Gauben der Belüftung von Dachräumen, heute zählt vor allem die Schaffung neuer Wohnbereiche, erläutert bauen.de, das Fachportal für Bauherren und Renovierer. Dabei spielen Dachgauben ihre Vorteile gerade durch den Zugewinn an Raumhöhe und Grundfläche voll aus.


Gaube oder Dachflächenfenster?

Der große Vorteil von Dachflächenfenstern ist ihre hohe Lichtausbeute bei relativ geringem Konstruktionsaufwand. Umfangreiche Planungen und eine Baugenehmigung entfallen, was sich wiederum auch bei den Kosten positiv bemerkbar macht. Der hohe Lichteinfall ist jedoch zugleich Nachteil, denn durch die schräge Lage der Dachfenster heizt sich der Wohnraum bei Sonneneinstrahlung schnell auf. Zudem gewinnt man keinen zusätzlichen Raum, denn die Fenster werden in die vorhandene Dachfläche integriert.

Hier punkten Dachgauben, denn sie vergrößern die Raumfläche und sorgen für Stehhöhe selbst unter flachen Dächern. Der tatsächliche Raum- und Lichtgewinn hängt dabei erheblich von der Gaubenform ab. So bringen etwa komplett verglaste Gauben extra viel Licht in den Raum, sollten dann aber mit einer passenden Abschattungsmöglichkeit ausgerüstet werden. Das Angebot hierfür reicht von Jalousien und Rollläden bis hin zu Sonnenschutzfolien, so das Fachportal bauen.de.


Die Vielfalt der Gaubentypen

Trotz der großen Vielfalt an Gaubenformen besteht eine Gaube üblicherweise aus einem Dach, einem Giebel und zwei Gaubenwangen. Typisch und weit verbreitet sind Sattel- beziehungsweise Giebel- und Walmgauben – sie bieten großen praktischen Nutzen, weil Raumfläche und Lichtgewinn deutlich ausfallen. Eine der ältesten und einfachsten Formen ist die Schleppgaube, leicht erkennbar an der als Pultdach ausgeführten Dachfläche, die eine geringere Neigung als das Hauptdach aufweist. Die Dreiecksgaube, auch Spitzgaube genannt, kann durch ihre einfache Form moderne Akzente auf dem Dach setzen. Eine besondere Form stellen geschwungene Gauben wie etwa die Fledermausgaube dar. Durch die Kurvenformen passen sie sich fließend in das Dach ein. Ihr Vorteil liegt hauptsächlich in der Optik. Nahezu alle Gaubenformen werden auch als Fertiggauben angeboten. Werkseitig vorgefertigt und mit Anschlusselementen versehen, müssen sie auf der Baustelle nur noch eingesetzt werden.


Auf der sicheren Seite: Bausubstanz, Bauvorschriften, EnEV

Erster Ansprechpartner für die Planung und Ausführung einer Dachgaube ist der Architekt oder Zimmermann, denn je nach Gaubentyp muss das Hauptdach bestimmte Anforderungen erfüllen. So gibt eine Überprüfung der Bausubstanz Auskunft über die Tragfähigkeit, eine statische Berechnung zeigt, ob der Aufbau einer Dachgaube überhaupt möglich ist. Diese muss übrigens beim zuständigen Bauamt eingereicht werden, denn: Dachgauben verändern das Erscheinungsbild des Hauses und sind somit in der Regel baugenehmigungspflichtig. Oft finden sich im örtlichen Bebauungsplan Vorschriften hinsichtlich der erlaubten Gaubenform oder -größe. Auch die Grundfläche darf durch den Raumzugewinn nicht überschritten und die Richtlinien der Energieeinsparverordnung (EnEV) müssen beachtet werden.

Die Preisspanne von Dachgauben hängt eng mit dem Gaubentyp zusammen – Fledermausgauben etwa sind in der Erstellung wesentlich aufwendiger als einfache Giebelgauben. Man ist immer gut beraten, mindestens drei Angebote einzuholen und zu vergleichen. Übrigens gibt es zur Finanzierung eines Dachausbaus verschiedene Förderprogramme – informieren lohnt sich also.

Quelle: openPR
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